Daniel Gallein (vorne rechts), DB-Teilprojektleiter für den Ausbau Knoten Bamberg, führte die Gruppe um Baureferentin Annegret Michler (vorne links) zu ausgewählten Punkten entlang der Strecke – hier an der Station Forchheim Nord.

Knoten Bamberg: Blick in die Zukunft

29.05.2026

Bei einer gemeinsamen Ortsbegehung entlang der südlichen Ausbaustrecke tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter der DB und der Stadt Bamberg zum Ausbauvorhaben in Bamberg aus. Im Fokus: innovative Schallschutzlösungen, Anregungen für die Gestaltung des Bahnhofsumfelds und die laufenden Arbeiten im Infozentrum.

DB und Stadt Bamberg gemeinsam unterwegs entlang der Ausbaustrecke

Im Mai folgten Vertreterinnen und Vertreter der Bamberger Stadtverwaltung der Einladung des DB-Projektteams Knoten Bamberg zu einer gemeinsamen Ortsbegehung entlang der südlichen Ausbauabschnitte Forchheim–Eggolsheim und Altendorf (Buttenheim)–Hirschaid–Strullendorf. Der viergleisige Ausbau von Erlangen-Eltersdorf bis südlich von Bamberg ist abgeschlossen und vermittelt damit einen guten Eindruck der künftigen Infrastruktur im Bereich Bamberg.

Daniel Gallein, DB-Teilprojektleiter für den Ausbau Knoten Bamberg, führte die Gruppe um Baureferentin Annegret Michler zu ausgewählten Punkten entlang der Strecke. Vor Ort zeigte er anschaulich, wie der Ausbau in den südlichen Abschnitten umgesetzt wurde und ging ausführlich auf die Fragen der städtischen Vertreterinnen und Vertreter ein.

„Ich freue mich sehr, dass die Stadtverwaltung so zahlreich vertreten war und wir uns entlang der Strecke intensiv austauschen konnten. Der Ausbau des Knoten Bamberg ist nicht nur für Bahnreisende ein Gewinn, sondern bietet auch große Chancen für die Region indem die vorhandene Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmenden ertüchtig und zukunftsfest gemacht wird – gleichzeitig ist es uns wichtig, die technischen Rahmenbedingungen transparent zu machen, offene Fragen zu klären und die unterschiedlichen Erwartungen frühzeitig miteinander in Einklang zu bringen.“, so Gallein.

Schallschutz der Zukunft: MetaWindow bald auch in Bamberg?

Ein Highlight gleich zu Beginn der Begehung waren die MetaWindow-Schallschutzwände, die derzeit am Bahnhof Hirschaid erprobt werden. Dabei handelt es sich um eine DB-eigene Innovation, die weltweit Aufmerksamkeit erregt: transparente Schallschutzwände mit höchsten Schallschutzeigenschaften. Sofern das MetaWindow für den Regelbetrieb zugelassen wird, könnte es auch in Bamberg zum Einsatz kommen.

Entlang der Strecke konnten noch weitere Schallschutzwände in Augenschein genommen werden: Im südlichen Ausbauabschnitt wurde mit unterschiedlichen Farbvarianten und Digitaldruck gearbeitet – etwa in Eggolsheim. An wichtigen Kreuzungen und anderen ortsbildprägenden Bereichen wurden zudem transparente Elemente integriert.

Annegret Michler, Baureferentin der Stadt Bamberg: „Der Ausbau der Bahn ist für Bamberg eine große Chance – insbesondere für einen starken öffentlichen Nahverkehr und eine zukunftsfähige Mobilität. 

Gleichzeitig wünschen wir uns, dass bereits im Planfeststellungsverfahren deutlich wird, wie hochwertig das Bahnhofsumfeld, die Stadträume und insbesondere die Gestaltung des Lärmschutzes für Bamberg gedacht werden. Als UNESCO-Welterbestadt braucht Bamberg Lösungen, die technische Anforderungen und städtebauliche Qualität gleichermaßen berücksichtigen.“

Die bisherigen Planungen tragen dem Welterbe-Status der Stadt Bamberg bereits umfassend Rechnung. Durch zusätzliche, individuelle Gestaltungselemente können die Schallschutzwände möglichst harmonisch in das Stadtbild eingebunden werden. Entscheidend bleibt dabei, dass die vorgeschriebene Schutzwirkung gewährleistet ist und sowohl DB-Richtlinien als auch gesetzliche Vorgaben eingehalten werden.

Barrierefrei zum Zug in Bamberg Süd

An den Stationen Strullendorf und Eggolsheim erläuterte Daniel Gallein anschaulich, wie unterschiedliche räumliche Gegebenheiten die Ausführung barrierefreier Zugänge beeinflussen. Während in Strullendorf nur begrenzter Raum zur Verfügung stand, um den Bahnsteig über eine Rampe anzubinden, konnten die Lösungen in Eggolsheim großzügiger gestaltet werden. Dort wurde zudem das Bahnhofsumfeld durch den Markt Eggolsheim umfassend mitentwickelt. Auch die neue Station Forchheim Nord war Teil der Begehung, wobei hier ebenfalls die Ausgestaltung der Rampen im Fokus stand.

Zurück in Bamberg besuchte die Gruppe das DB-Infozentrum am Bahnhof und erhielt Einblicke in die geplante Öffentlichkeitsarbeit sowie einen Blick hinter die Kulissen: Die Ausstellung wird derzeit grundlegend überarbeitet, begleitet von kleineren baulichen Anpassungen.

Unser gemeinsames Fazit: ein intensiver und praxisnaher Austausch rund um den geplanten Bahnausbau in Bamberg mit wertvollen Einblicken für alle Beteiligten.